Hannoversche Straße 85, 30926 Seelze

75 Jahre RSV Seelze

Wir feiern - grün/rot

Kommers 28. August 2026 

"Es waren die Sportsfreunde Otto Badziong, Günter Müller, Walter Medzech, Herbert Hampel, Hermann Lohse, Helmut Strassberger und Albert Schmechel, die ihre Idee in die Tat umsetzten, und am 22.April 1951 den Eisenbahnersportverein gründeten. Die Gründungsmitglieder des RSV Seelze trafen sich damals im Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn, besser bekannt unter dem Namen die Schwarzwaldklinik. Einige der Nachfahren der damaligen Gründungsmitglieder, und der fleißigen Helfer sind heute hier!", verkündete Frank Schünke, 1. Vorsitzender des RSV Seelze in seiner Eröffnungsansprache auf dem Kommers und freute sich über die Anwesenheit von Dirk Löbbert, dessen Großvater Jupp in den 50 igern tatkräftig mit Hand anlegte, um den Sportplatz aus dem Bombentrichter, den Trümmern und Ruinen des alten Conti-Gelände auferstehen zu lassen. Idealismus alleine hätte aus dieser Trümmerlandschaft nichts schaffen können. Unterstützung, die die Vereine zum Teil heute haben, gab es zu dieser Zeit für den RSV nicht. "Wir waren ein kleiner, unbekannter, im Aufbau befindlicher Verein mit nur einer Fußballmannschaft. Wer wusste damals, ob sich der Verein überhaupt halten würde?", erläuterte Frank Schünke. Die Funktionäre des RSV dachten damals anders und gingen mit allen Kräften an die Verwirklichung ihres Planes. Zu ihren freiwilligen Arbeitsstunden mussten sie noch laufend opfern und spenden. Denn schon damals war bauen teuer. So kostete die benötigte Planierraupe je Tag 150,00 DM. Der Verdienst eines Arbeiters lag zu dieser Zeit allerdings nur bei gut 300,00 DM monatlich. Trotzdem gelang es Pfennig für Pfennig aufzubringen und zur Entstehung des RSV-Platzes beizutragen.

1956 war es dann soweit: Die Fläche war planiert und es wurde von dem sehr aktiven Mitglied Löbbert Senior eine ca. 250qm große Holzbaracke besorgt und als vorläufiges Clubheim aufgestellt.

Sehr stolz war man damals auf das in den ersten fünf Jahren erreichte. Und so ging es Schritt für Schritt weiter bis zum Kauf des heutigen Sportplatzes und da ist der RSV heute und feierte sein Jubiläum.

Zum Kommers unter dem Motto wir feiern grün/rot wurden auch die Repräsentanten der Stadt, des Rats, der Kommune, aus Politik und von den Fachverbände begrüßt. Ulf Meldau, Vorsitzender des RegionsSportBundes (RSB) war in doppelter Funktion vor Ort, er übermittelte nicht nur die Glückwünsche des RSB, sondern er hatte auch die Ehrennadeln und Urkunden für 50 Jährige Mitgliedschaft im Gepäck, denn der RSV Seelze nutze den Kommers, im Hafenblick für die Ehrungen ihre Mitglieder. Den Anfang der Ehrungen machten Hendrik Kahle und Cristina Höltkemeier. Sie bekamen die Urkunde und Nadel für langjährige Mitgliedschaft für 25 Jahre. Auf ein halbes Jahrhundert blickten die Mitglieder Elisabeth Zimmermann, Christine Koch, Dirk Luckmann, Thomas Mertens und Manfred Kahle zurück und bekamen auch vom RSB die Glückwünsche persönlich übermittelt. 

Auch Nachfahrin eines Gründungsmitgliedes Karin Schmechel-Schneckener war vor Ort und freute sich nicht nur, die alten Handballfreunde wieder zu treffen, sondern sie bekam die Urkunde und Ehrung für langjährige Mitgliedschaft. Zusammen mit Friedrich Koberg erinnert sie sich an 60 Jahre Vereinsgeschichte. Und ein Mann der den RSV Seelze aus seiner Entstehungszeit noch genau kennt ist Richard Denz. Er freute sich über die Urkunde und die Nadel für 70 Jahre RSV Vereinszugehörigkeit. Spontan zog er die Faust zur Freude aller nach oben und rief laut: "Nur der RSV" und bekam von den Anwesenden standing ovation. Glückwünsche gab es natürlich auch von Alexander Masthoff, der sich ans Motto hielt und diesmal nicht nur in seiner Funktion als Bürgermeister kam, sondern als langjähriges Mitglied des RSV. Er konnte in seiner Lobrede den einen oder anderen Schwank und Anekdoten aus seiner aktiven RSV Zeit beitragen. Auch die anderen geladenen Ehrengäste kamen zu Wort und freuten sich über das Engagement der Vereinsvertreter und wünschten dem RSV auch für die Zukunft ein glückliches Händchen. Dann begann die Schlacht ums Buffet, denn die vielen Reden sorgten für Hunger und Durst bei allen 130 Teilnehmenden. Hafenblickinhaber Engin hatte aber vorgesorgt für die hungrige Meute und viele leckere verschiedene Gerichte vorbereitet und sorgte mit seinem Personal für den Getränkenachschub.

DJ Jörg ließ schon mal leise Musik im Hintergrund laufen und lud nach dem Essen alle zum Tanzen ein. Und der Aufforderung folgten die RSV ler auch. Es wurde bis nachts um 2 Uhr getanzt und gefeiert, bis auch die letzten sich auf ihren Heimweg machten mit kleinen Souvenirs des RSV in der Tasche. Die hatte Schünke noch gefunden oder besorgt und zur Verfügung gestellt. Abnehmer fanden die RSV Aufnäher, die RSV Pfefferminzdöschen, die Kugelschreiber und die RSV Seifen.

Alle waren mehr als zufrieden mit der gelungenen Vereinsfeier für nur 19,51 Euro und der Essens- und Getränke-Flat, die der RSV Seelze für alle übernahm.

Danke allen für diesen tollen Abend. Schön war´s!

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